News-Detail

< Begeisterung für die Oper geweckt
Donnerstag 11. Oktober 2018 um 12:19 Uhr

Elternbeirat organisiert Vortrag zum Thema „Endlich leichter lernen“


In einem kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag nahm Lerncoach Astrid Brüggemann die Eltern an der Anton-Sturm-Mittelschule mit auf die Reise durch den Schulalltag. Endlich leichter lernen – so lautete der Titel ihres 90-minütigen Vortrages. Sie selbst habe Schule immer als Druck und Enge empfunden, berichtete sie aus ihrer eigenen Erfahrung. Deshalb möchte sie, dass für alle Lernenden das Lernen leichter wird. „Nehmen Sie für diesen Abend einen Einkaufswagen zur Hand, denn Sie allein entscheiden, was Sie von diesem Vortrag mitnehmen wollen“, stellte die Referentin an den Anfang. Zudem wies sie die Zuhörer darauf hin: „Wenn Sie bereit sind Vorbild zu sein, wenn Sie selbst bereit sind, ein Leben lang lernen zu wollen, dann werden Ihre Kinder auch so sein.“ Astrid Brüggemann beschränkte sich auf vier Problembereiche, die Schüler beim Lernen beeinträchtigen: 1. Die Lerntechniken Jedes Kind lernt anders, die Aufnahmewege des Lernstoffes sind unterschiedlich. Damit ein Kind überhaupt lernen kann, müssen aber einige Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Die Eltern sollen darauf achten, dass das Kind in einer angenehmen und störungsarmen Lernumgebung arbeiten kann. Ebenso ist es wichtig dem Kind Strukturen zu vermitteln, denn Struktur ist die Basis für alle Lerntechniken. Strukturiertes Lernen beinhaltet aber auch die Verknüpfung der Lernstoffe im Gehirn. Und schließlich muss der Lernstoff in zeitlichen Abständen wiederholt werden, da ohne Wiederholung kein Lernen stattfindet. 2. Konzentration Die Konzentration wird von inneren und äußeren Ablenkungen beeinträchtigt, wobei die äußeren Einflüsse wie schon erwähnt durch eine störungsarme Lernumgebung weitgehend reduziert werden können. „Gleichzeit sollten wir uns bewusst sein, dass ein Kind sich keine 45 Minuten voll konzentrieren kann, was auch bei den Erwachsenen kaum möglich ist. Als wissenschaftlich belegt gilt die Formel „Alter x 2“ in Minuten für die Konzentrationsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen.“, so die Referentin. Sie empfiehlt daher, nach zehn Minuten Konzentration eine zweiminütige Entspannungsphase einzulegen. 3. Motivation Eltern können vor allem auf die extrinsische Motivation Einfluss nehmen, indem sie ihr Kind in unregelmäßigen Abständen belohnen, am besten damit, dass sie viel Zeit mit ihrem Kind verbringen. „Streben Sie eine positive Kommunikationsstruktur an, sagen Sie Ihrem Kind, was Sie wollen, und nicht, was Sie nicht wollen“, legte Astrid Brüggemann den Erziehungsberechtigten nahe. „Super, du hast 8 von 10 Aufgaben richtig gelöst!“ nicht: „Du hast schon wieder zwei Aufgaben falsch!“ Eltern sollten die Potentiale ihrer Sprösslinge stärken, denn auch beim Lernen ist nicht nur Erziehung, sondern in erster Line Beziehung bedeutsam. Bei den Gesprächsregeln sollten die Erwachsenen darauf achten, das Gesagte des Kindes zusammenzufassen, denn damit zeigen sie, dass sie zugehört haben und drücken ihre Wertschätzung dem Gegenüber aus. 4. Selbstorganisation Gerade bei Lernchaoten ist es sinnvoll, minimale und maximale Lernzeiten für eine Aufgabe mit den Kindern zu vereinbaren. Auch sollte der Lernende nach dem sogenannten 5-Punkte-Plan arbeiten: a) Was ist meine Aufgabe? b) Ich mache mir einen Plan. c) Ich gehe die Aufgabe mit Sorgfalt und Bedacht an. d) Halt! Stopp! Überprüfung! e) Das habe ich gut gemacht! Nach dem Lernen gilt: 20 Minuten reizfreie Zeit – ohne Smartphone!